Die vergangenen Tage verbrachte ich im urigen Doerfchen Salento, im Herzen der "Zona Cafetera", dem Epizentrum des Kaffeeanbaus. Gruene Huegel, Kaffeeplantagen, Kuehe und Vegetationszonen, die von Nadelwaeldern, Laubbaeumen, dem Paramo bis hin zu den abstrakt wirkenden Wachspalmen reichen, so weit das Auge blicken kann. Ich unternahm gemeinsam mit einem Argentinier eine ziemlich anstrengende Wandertour , die 10 Stunden bergauf in den Nebelwald fuehrte und mir DEN Muskelkater meines Lebens, dafuer jedoch auch schoene Fotos bescherte. Ausserdem besichtigte ich eine Kaffeeplantage, die mich ueber den kompletten Herstellungsprozess aufklaerte.
Gestern fuhr ich dann weiter in den Sueden, in die kolumbianische Grossstadt Calí zum Salsafestival, welches heute Abend mit einem tosenden Finale endet. So verbrachten wir gestern bereits mehrere Stunden, staunend in der Publikumsmenge und konnten unseren Augen kaum trauen, was alles so auf dem Parkett moeglich ist. Was natuerlich kommen musste und ich schon immer ziemlich unangenehm empfand: Als blonde Auslaender wurden wir prompt in die VIP-Lounge der ersten Reihe gesetzt, damit uns der Buergermeister etwas spaeter samt Fernsehteam zu unserem Aufenthalt hier gratulieren und uns ein Andenken ans Festival ueberreichen konnte... So wirkt das Festival natuerlich gleich viel groesser und internationaler, wenn da ein paar blasse, hellhaarige Gesichter im Fernsehen zu sehen sind. Und so sah ich dann auch aus, im nationalen Fernsehprogramm: authenthisch, wie 8 Stunden Busfahrt hinter sich habend. Super.
Hier trotzdem noch ein Beispiel aus dem vergangenen Jahr vom Siegerpaerchen in nur einer der unzaeligen Kategorien, damit ihr euch mal vorstellen koennt, wie so ein Profi-Salsatanz aussehen kann:
http://www.youtube.com/watch?v=Qw1aaaKfCLI
Heute werde ich den Tag nutzen und kolumbiens schoensten Zoo besuchen und eine kleine Runde in Cali drehen. Besonders gespannt bin ich auf den Schoenheitswahn hier, denn Cali weist in allen Statistiken den weltweit hoechsten Anteil an plastischer Chirugie auf; bereits gestern Abend konnte ich dies anhand jeder zweiten "ueberdurchschnittlich gut bestueckten" Dame feststellen.
Morgen geht's dann weiter in die Kolonialstadt Popayan... Und wer's noch nicht gemerkt hat: die ecuadorianische Grenze ist nicht mehr so weit weg...
Also bis bald. Mache mich heute mal wieder ans Fotobestuecken.
Beste Gruesse, Steffi
(Nachtrag) PS: Die Fotos aus der Kaffeezone sind on!
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| Kolumbiens Kaffeezone |

1 Kommentare:
Wieder schöne Fotos, schade nur, dass du so wenig zu sehen bist. Aber dafür hast du ja Lottes Verwandschaft gut aufs Bild bekommen. Ich wünsche dir viel Spass auf deiner weiteren Reise und pass gut auf dich auf.
Liebe Grüße deine Tante
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